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„Memorandum of Understanding" - 24. 06. 2019

vdw unterzeichnet Übereinkunft zum BIM-Cluster Niedersachsen

Hannover. Beim vdw Niedersachsen Bremen steht das Thema Building Information Modeling, kurz: BIM, bereits seit einiger Zeit auf dem Themenzettel. Bei Seminaren und Vorträgen bestand schon mehrfach die Gelegenheit, sich mit dem Austausch digitaler Informationen im Baubereich auseinanderzusetzen. Auch Politik, Verwaltung und Wissenschaft befassen sich intensiver denn je mit BIM. In Hannover wurde jetzt das BIM-Cluster Niedersachsen ins Leben gerufen. Das „Memorandum of Understanding" wurde von verschiedenen Landesministerien, Behörden, Kammern, Hochschulen und Verbänden unterzeichnet. Für den vdw unterschrieb Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt die Übereinkunft.
Das BIM-Cluster Niedersachsen ist eine Initiative unabhängiger niedersächsischer Interessensvertretungen und öffentlicher Einrichtungen zur Förderung der BIM-Anwendung in Niedersachsen. Mit dem BIM-Cluster Niedersachsen sollen die regionale Zusammenarbeit auf übergeordneter Ebene gefördert sowie die Chancen und Grenzen der Methodik stärker in das Bewusstsein der (Fach-)Öffentlichkeit gebracht werden. Es bietet eine Plattform zum Kompetenz-und Informationsaustausch von Interessensvertretungen aller an der Wertschöpfungskette Planen, Bauen, Betreiben und Rückbau beteiligten Personen und Institutionen aus Niedersachsen, um die Anwendung der BIM-Methodik zu fördern und zu verbessern.
Sprecherin des Clusters ist die hannoversche Uni-Professorin Katharina Klemt-Albert (Baumanagement und Digitales Bauen). Für die Landesregierung unterzeichneten die Staatssekretäre Dr. Sabine Johannsen (Wissenschaft und Kultur), Frank Doods (Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz) und Stefan Muhle (Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung).

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Kein geeignetes Mittel - 18. 02. 2019

Gründung einer neuen landeseigenen Wohnungsgesellschaft in Niedersachsen

Der DGB und andere Interessenverbände haben kürzlich die Gründung einer neuen landeseigenen Wohnungsgesellschaft in Niedersachsen vorgeschlagen. Der vdw schließt sich nicht den vorgebrachten Argumenten an. Den Standpunkt des Verbandes, dessen Linie auch von Minister Lies geteilt wird, lesen Sie hier ....

Hintergrund:

Im Jahr 2005 wurde die NILEG durch die Nord/LB an Fortress verkauft. Das Unternehmen hatte seinen Wohnungsbestand insb. in Hannover, Braunschweig und Osnabrück (durch die vorherige Übernahme der dortigen kommunalen Gesellschaft). Der Verkauf der NILEG wurde einst vom vdw scharf kritisiert und dürfte aus heutiger Sicht ein „historischer Fehler" sein. In Bayern hat Finanzminister Söder 2013 die landeseigene GBW AG (30.000 WE) an Patrizia verkauft. Im vorigen Jahr wurde in einer Art „Kurskorrektur" die „BayernHeim" aus der Taufe gehoben. Als Kapitaleinlage hat die „BayernHeim" 500 Millionen Euro aus staatlichen Grundstockmitteln erhalten. Davon stehen 50 Millionen als Stammkapital zur Verfügung. Den Rest will das Land in Form von Geldmitteln und Grundstücken schrittweise in das Unternehmen einbringen.

Situation in Niedersachsen:

Alle Initiativen, die helfen, das Ziel zu erreichen, bis zum Jahr 2030 in Niedersachsen 40.000 neue öffentlich geförderte Wohnungen zu bauen, werden vom vdw vorbehaltlos unterstützt.

Wichtige, handlungsfähige Instrumente am Wohnungsmarkt sind insbesondere die kommunalen Wohnungsgesellschaften, die traditionsreichen Wohnungsgenossenschaften und zahlreiche private Investoren, die sich seit vielen Jahren im Wohnungsneubau engagieren. Diese Strukturen gilt es zu nutzen und weiterzuentwickeln.

Gründung einer neuen landeseigenen Wohnungsgesellschaft erscheint vor diesem Hintergrund zunächst als reine Symbolpolitik. Es würde vermutlich Jahre dauern, bis dieses Unternehmen in nennenswerter Zahl neue Wohnungen bauen kann. Wobei die Frage bleibt: Warum sollte eine landeseigene Gesellschaft die Ziele des Bündnisses für bezahlbares Wohnen besser umsetzen können, als die Wohnungswirtschaft, die sich im Bündnis engagiert hat?

Zumal auch für eine landeseigene Gesellschaft die gleichen, derzeit noch beschränkenden Rahmenbedingungen gelten, die das Bündnis sukzessive abbauen will: wenig Bauland, hohe Baukosten, lange Planungsprozesse. Es ist nicht erkennbar, dass hier ein „neuer" Akteur am Wohnungsmarkt zu besseren Ergebnissen kommen wird – es sei denn, ein dauerhafter, operativer Verlust im Vermietungsgeschäft ist seitens der Gesellschafter von vornherein geplant und die Finanzlücken würden durch Steuergeld gedeckt.

Es ist daher zielführender, dass die bestehenden Strukturen (v.a. kommunale WU und Genossenschaften) gestärkt werden. Kommunen, in denen es keine eigene Gesellschaft gibt benötigen Unterstützung, ggf. bei der Gründung einer eigenen Gesellschaft (durch das Land oder den vdw). Hier könnte durch das Land eine „Starthilfe" gegeben werden, z.B. durch Bereitstellung von günstigem Bauland etc. Dies kann über bestehende Strukturen dargestellt werden (bspw. NLG). Eine neue landeseigene Gesellschaft bindet unnötige Ressourcen, die an anderer Stelle gebraucht werden.

Landesbauminister Olaf Lies hat sich bei einer vdw-Veranstaltung Ende Januar der Position des Verbandes in grundlegender Weise angeschlossen.

Offizielle Verabschiedung von Verbandsdirektor Heiner Pott - 30. 01. 2019

„Der Motor der Wohnungspolitik"

In einer Feierstunde im Alten Rathaus von Hannover ist Heiner Pott als Verbandsdirektor des vdw Niedersachsen Bremen verabschiedet worden. Vor 130 Gästen sagte Pott, der Abschied von der Wohnungswirtschaft falle ihm nach fast sechsjähriger Tätigkeit sehr schwer. Der niedersächsische Bauminister Olaf Lies lobte den scheidenden vdw-Chef als „Motor für die Kehrtwende der Wohnungspolitik im Land". Sein Bremer Amtskollege Dr. Joachim Lohse hob „die stets konstruktive Zusammenarbeit" mit dem Verband unter der Regie von Heiner Pott hervor. GdW-Präsident Axel Gedaschko überreichte dem Verbandsdirektor unter großem Applaus die „Ehrenmedaille in Gold der deutschen Wohnungswirtschaft" und betonte, dass es an dieser Auszeichnung „nicht den leisesten Zweifel gegeben hat". Pott wird den vdw noch einige Wochen führen, bis die Nachfolge geregelt ist. Der designierte neue Verbandsdirektor Dirk Gerstle, der sein Amt eigentlich am 1. März antreten sollte, hatte dem vdw Anfang des Jahres überraschend aus persönlichen Gründen abgesagt.

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